BE THE CHANGE: Women in Music 2022

Verglichen mit der ersten Studie ergibt sich ein ernüchterndes Bild: Die Herausforderungen, denen Frauen in der Musikbranche gegenüberstehen, haben sich kaum verbessert.

In dieser Studie werden zum ersten Mal die Unterschiede bezüglich Region, Geschlecht, Geschlechtsidentität und Position (Führungskräfte versus Kreative) dargestellt und Männer zu ihrer Wahrnehmung der Herausforderungen von Frauen und ihrer eigenen Rolle als Verbündete befragt.

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LONDON – DER 04. MAI 2022 MIDiA Research hat zusammen mit TuneCore und Believe die zweite weltweit durchgeführte jährliche Studie „BE THE CHANGE: Women In Music 2022“ durchgeführt. In der letztjährigen bahnbrechenden Studie wurden die Probleme dargelegt, denen weibliche Kreative in einer männlich dominierten Branche begegnen. In der diesjährigen Studie wurden die herausfordernden (und manchmal schmerzlichen) Laufbahnen von Künstlerinnen und Managerinnen beurteilt. Zudem wurden die Aspekte gründlich untersucht, die das Selbstvertrauen erschüttern können.

In dieser Studie werden zum ersten Mal die Unterschiede bezüglich Region, Geschlecht, Geschlechtsidentität und Position (Führungskräfte versus Kreative) dargestellt. Auch ein Novum in dieser Studie: Männer wurden zu ihrer Wahrnehmung der Herausforderungen von Frauen und ihrer eigenen Rolle als Verbündete befragt. Der Umfang der Studie wurde insofern bedeutend ausgeweitet, als mit ihr nichtmännliche Geschlechtsidentitäten und deren Schwierigkeiten ebenfalls untersucht wurden. Neben der Umfrage führte MIDiA persönliche Interviews mit unabhängigen Künstlerinnen auf der ganzen Welt wie aus Armenien, Frankreich, Indien, Mexiko, Nigeria, Thailand, den USA und dem Vereinigten Königreich durch. 

Ein düsteres Bild zeichnet sich hinsichtlich des Fehlens deutlicher Veränderungen gegenüber 2021 ab. Wenige Fortschritte wurden für Frauen erzielt. Vier Schlüsselbereiche wurden in der Studie herausgearbeitet, in denen ein wesentlicher Fortschritt erforderlich ist: Belästigung, Wahrnehmungslücke (zwischen Frauen und Männern), Gehaltsgefälle (Lohn und Beförderung von Frauen) sowie Selbstvertrauen. Das Thema sexuelle Belästigung hat zwar in den Massenmedien viel Beachtung erfahren und doch stellt sie eines der Hauptprobleme dar, unter dem Frauen nach wie vor leiden, wie von allen Gruppen dieser Untersuchung bezeugt wurde. Die Forderung nach Nulltoleranz gegenüber sexueller Belästigung wird somit unterstrichen. 

Selbstvertrauen ist ein anderer Punkt, der in dieser Studie als Schlüsselfaktor identifiziert wurde, der Frauen in der Musikbranche durch ihre Herausforderungen hilft. Jedoch wird unter diesem Punkt auch deutlich, dass es Frauen im Vergleich zu oder wenn sie mit Männern zusammenarbeiten, an Selbstvertrauen mangelt, sie also am Hochstapler-Syndrom leiden. Über die Hälfte der Männer hat in der Umfrage angegeben, dass sie bewusst zugehört hätten, Frauen ermutigt hätten, Teil des Musikgeschäfts zu sein, und aktiv Frauen in Projekte einbezogen hätten. In der Studie werden aber klare Maßnahmen von Männern in der Musikbranche gefordert, durch proaktive Unterstützung und Ermutigung nichtmännlicher Kolleg*innen einen Unterschied zu bewirken. 

Trotz der fortwährenden Herausforderungen gab es auch einen Lichtblick: Die Sichtbarkeit von Frauen in der Musikbranche auf Festivals, Konzerten und Konferenzen war unter den wenigen Herausforderungen, die von 40 % der Musikmacherinnen als verbessert angesehen wurde. Mit den ersten sichtbaren Veränderungen beginnen Frauen, die Kontrolle über ihre Karriere zu übernehmen und Erfolg auf ihre eigene Weise zu verzeichnen. Diese Frauen sind ehrgeizig und unabhängig. Mit Erfolg setzen diese Frauen die Fähigkeit gleich, den eigenen Lebensunterhalt unabhängig von Ruhm zu verdienen (58 %), ihre Musik zu verbessern und die beste Musik gemäß ihren Fähigkeiten zu kreieren (51 %) und in ihrer Szene respektiert und anerkannt zu sein (49 %).

„Die heutige Musikindustrie braucht ein Spektrum an Sichtweisen, um ihre Evolution voranzutreiben. Mit Diversität und Gleichberechtigung am Arbeitsplatz werden die Produktivität, Leistung und Qualität nachweislich erhöht. Diejenigen, die vielfältige Perspektiven nicht wertschätzen, werden Wachstumschancen verlieren und Innovation unterdrücken. Gleichberechtigung ist gleichbedeutend mit Qualität. Es ist zwar ermutigend zu sehen, dass die Sichtbarkeit von Frauen im letzten Jahr in der Musikbranche zugenommen hat, aber wir sind noch weit davon entfernt, die Diversitätslücke zu schließen. Damit sich wirklich etwas ändert, muss jede einzelne Person Abhilfemaßnahmen ergreifen, sowohl als Individuum als auch kollektiv als Gruppe. We must BE THE CHANGE we want to see!“, meint Gleeson.

Denis Ladegaillerie, Gründer und CEO von Believe erklärt: „Die Förderung von Inklusivität und Gleichberechtigung gehört zu Believes Kernwerten. Daher war es uns so wichtig, weiterhin Teil dieser relevanten Diskussion in unserer Branche zu sein. Ich hoffe, dass der ehrgeizige Maßnahmenkatalog in diesem Bericht positives Handeln bewirkt und dass wir zusammen als Kollektiv besser darin sein werden, die aktuellen Herausforderungen anzusprechen, denen sich viele weiblichen Kreative und Managerinnen gegenübersehen und eine Umgebung für alle zu schaffen, die sicher und fair ist.“

Mark Mulligan, Geschäftsführer von MIDiA Research fügt hinzu: „Wir sind sehr stolz auf diese zweite Herausgabe des Berichts ,Women in Music‘. Der letztjährige Bericht hatte einen wichtigen Einfluss auf den Markt, indem er seit langem benötigte Daten zum Ausmaß der Probleme lieferte, denen Frauen in der Musik ausgesetzt sind. Aufbauend auf dieser Grundlage haben wir dieses Jahr den Umfang insofern signifikant ausgeweitet und vertieft, als Herausforderungen wie der Aspekt des Selbstvertrauens und die Wahrnehmungslücke angesprochen wurden. Letztere gibt Auskunft darüber, wie Männer Probleme wahrnehmen im Vergleich, wie die Dinge tatsächlich sind. Leider wurden im letzten Jahr nicht genügend Fortschritte erzielt. Aus diesem Grund haben wir einen massiven Maßnahmenkatalog in der Hoffnung hinzugefügt, dass wir nächstes Jahr einen wahrlich bedeutsamen Fortschritt und ausschlaggebende Änderungen verzeichnen können.“

Zequenx, eine indische Ableton-zertifizierte Produzentin, beschwert sich: „Alles dreht sich im Kreise. Die Leute reden nur über Veränderungen und unternehmen nichts. Es ist nicht einfach nur „zeig und erzähle“. Um die Branche tatsächlich diverser zu machen, braucht es einen gewissen Grad an Autorität und proaktivem Handeln. Ein einzelnes Bemühen reicht hier nicht aus. Es muss eine kollektive Anstrengung sein – es muss einen Ripple-Effekt haben.“

Über TuneCore

TuneCore ist eine globale Plattform, die unabhängige Musiker*innen beim Auf- und Ausbau ihres Publikums und ihrer Karriere mit Technologie und Dienstleistungen, angefangen bei Distribution über Musikverlag und einer Reihe von Werbemaßnahmen, unterstützt. Über die TuneCore Musikdistribution können Künstler*innen, Labels und Manager*innen ihre Musik auf Spotify, Apple Music, Amazon Music, Deezer, TikTok, Tencent und über mehr als 150 Download- und Streaming-Plattformen weltweit verkaufen und dabei 100 Prozent ihres Umsatzes und ihrer Rechte gegen eine geringe jährliche Pauschalgebühr behalten. Der TuneCore Musikverlag unterstützt Songschreiber*innen bei der Verwaltung ihrer Kompositionen durch die Lizenzierung, Registrierung, den weltweiten Tantiemen-Einzug und durch Platzierungsmöglichkeiten ihrer Songs u. a. in Film, Fernsehen, Werbung und Videospielen. Das TuneCore Artist Services Portal bietet eine Palette an Tools und Diensten, mit denen Künstler*innen ihren Bekanntheitsgrad steigern, mit Fans in Kontakt treten und neue Hörer*innen und Fans gezielt erreichen können. TuneCore, ein Tochterunternehmen von Believe, hat seinen Hauptsitz in Brooklyn, NY, mit Niederlassungen in Los Angeles, Nashville, Atlanta und Austin. Seine internationalen Niederlassungen umspannen fünf Kontinente im Vereinigten Königreich, in Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien, Russland, Brasilien, Mexiko, Nigeria, Südafrika, Indien, Japan und Singapur. www.tunecore.com  

Über Believe 

Believe ist eines der führenden digitalen Musikunternehmen der Welt. Zu Believes Mission gehört, unabhängige Künstler*innen und Labels in der digitalen Welt durch Lösungsangebote zu unterstützen, mit denen sie ihren Bekanntheitsgrad auf jeder Stufe ihrer Karriereleiter steigern können. Das ausgezeichnete und engagierte weltweite Team aus Musikexpert*innen von Believe betreibt die globale technologische Plattform der Unternehmensgruppe und berät Künstler*innen und Labels bei der Distribution und der Promotion ihrer Musik. Die 1430 Mitarbeiter*innen in über 50 Ländern unterstützen unabhängige Künstler*innen und Labels mit ihrem reichen Erfahrungsschatz in der digitalen Musikwelt, durch Respekt, Fairness und Transparenz. Believe bietet seine vielfältigen Lösungen über ein Portfolio verschiedener Marken wie TuneCore, Nuclear Blast, Naïve. Groove Attack und AllPoints an. Believe ist an der Börse Euronext Paris, Kompartiment A, (Ticker: BLV. ISIN: FR0014003FE9) notiert.

www.believe.com

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