Spotlight auf all die Vielfalt, die Deutschrap abseits der präsenten Playlists zu bieten hat: Es ist erneut an der Zeit, den Upcoming Act des Monats zu küren. Wer seine im Januar veröffentlichte Musik in unsere Upcoming Section gepackt hat, gehörte hier zum Kreis der Kandidat*innen. Die neue Runde für den Februar ist bereits angelaufen (hier eure Musik uploaden).

Der DIY-Vertrieb TuneCore gibt uns jeden Monat die Möglichkeit, Talente und Artists vorzustellen, die im Deutschrap-Dschungel noch die Underdog-Rolle einnehmen. Um selbst die Chance zu bekommen, in einem solchen Artikel aufzutauchen, müsst ihr lediglich dem Insta-Profil von @tunecore.de folgen und eure Tracks in unserem Upcoming-Bereich hinterlassen. 

Der Preiskorb ist von Native Instruments wieder einmal prall gefüllt worden. Die Top 6 kann sich bereits jetzt über das “Play Series”-Instrument Soul Sessions freuen. Dem Gewinner oder der Gewinnerin winkt ein S49 Keyboard, das sonst für 599 Euro zu haben ist. Darüber hinaus gibt es noch einen Push in unserer IG Story, ein Free Release bei TuneCore sowie eine kostenfreie Beratungssession mit den Expert*innen des DIY-Vertriebs zu ergattern.

Als unkomplizierten und transparenten Vertriebspartner empfehlen wir TuneCore nicht nur Einsteigern. TuneCore bringt deine Musik auf alle wichtigen Plattformen und du behältst 100% der Rechte und Einnahmen!

Hier bekommst du exklusiv einen 20% Discount auf dein erstes Release – einfach über den Link registrieren und der Discount ist am Ende der Erstellung deines Releases automatisch im Warenkorb.

Für das dazugehörige Voting switchen wir einfach auf Instagram. Auf dem Kanal von Hiphop.de stehen die Teilnehmer*innen zur Wahl. @tunecore platziert dann unter dem Post sechs Kommentare mit den Namen der entsprechenden Artists. Durch eure Likes entscheidet ihr, wer letztendlich triumphiert.

Hier kommen die Top 6 des Januars

Die Liste der Highlights wird von unserer Redaktion zusammengestellt und mit zwei TuneCore-Artists ergänzt, die ihr ebenfalls in der Upcoming Section findet. Erneut waren es keine leichten Entscheidungen, die wir für die Endauswahl zu treffen hatten. Vielen Dank für die zahlreichen Einsendungen im Januar. Und jetzt ab dafür!

Ronas – Up & Down (prod. Loloo & Erx)

Ronas weiß genau, wie das Leben so spielt. Nicht nur für ihn und seine Jungs geht es “Up & Down”. Der Newcomer aus Hannover hat sich das Fast Life ausgesucht. Was reinkommt, wird auch wieder rausgehauen. Gedanken an die Rente bleiben beim TuneCore-Vorschlag außen vor. Die Ankerpunkte in Ronas Welt: Loyalität, Familie und “echte Jungs aus dem Brennpunkt.” Der Beat von Loloo und Erx aus dem SLS Music-Camp bietet ihm die Plattform, um dabei stimmlich in die Vollen zu gehen. Mit dem Wechsel von soften und druckvollen Passagen bewegt sich Ronas gekonnt am allgegenwärtigen Drill-Trend entlang.


Taby Pilgrim – Maladaptiv

Wenn Taby Pilgrim sich nicht gerade mit MC Smook an die Zubereitung von “Zucchini und Auberginen” macht, erzählt sie “dir in Gedanken einen kompletten Roman”. Gewöhnliche Gesprächsführung scheint dafür nicht ganz so easy zu sein. In der Single “Maladaptiv” beschreibt die Rapperin ihr Hirn als eine Art Sitcom. Sogenanntes maladaptives Tagträumen gibt ständig die gedankliche Richtung vor. Damit wird die regelrechte Sucht nach dem Abtauchen in Traumwelten beschrieben – die volle Dosis Fantasie als eher ungewollter Zustand. Taby Pilgrim, die schon mit Medleys von Alligatoah-Songs von sich Reden machte, geht mit ihren Tracks gerne eher ungewohnte Wege. Ihr Debütalbum “Pilgerreise” droppte 2020 und enthält diverse Beispiele für Rap fernab gewohnter Motive und Themen.


Steasy – Kapuze (prod. Zenit)

Steasy (früher Persteasy) ist schon eine Weile dabei. Damals im VBT überzeugte der Kieler Jung mit jeder Menge stilsicherer Ignoranz. Jahre nach dem Hype um das Battleturnier legte er mit “Statussymbol” 2017 sein Debütalbum vor. Nun steht knapp dreieinhalb Jahre später mit “Exit” ein neues Werk in den Startlöchern. Als weiterer Vorbote daraus ist kürzlich der Track “Kapuze” erschienen. Steasy braucht nicht viel mehr als einen Beat von Zenit und vor allem sich selbst, um irgendwie klarzukommen. In dieser Kombo gibt es nur die Flucht nach vorn. Der “Flightmode ist on” und Steasy ganz tief im Schreibtunnel.


Yurek68 – Null Uhr Zehn (prod. Loony Bin)

Yurek68 macht Rap, der direkt der Eckkneipe entspringen könnte. Damit triggert er in dieser Pandemie-Phase fast verloren geglaubte Gefühle. Auf Statusgeflexe verzichten er und seine Gang dabei aus Prinzip. Mit Eiskaffee und Aldibeutel werden um “Null Uhr Zehn” leicht verballerte Zeilen losgelassen, bei denen eine gute Portion Humor mitschwingt. Loony Bin hat den Beat dafür produziert. Was klingt wie aus dem Dunstkreis von Berliner Atzen, hat in Kiel seine Basis. Ein Tape von Yurek68 soll in der Mache sein.


Prinz Fero ft. Tonee Jukeboxx – Ratatata (prod. ThizzBeatz)

Es wird royal: Prinz Fero meldet sich mit ordentlich “Ratatata” von den Straßen Hamburgs. Es gilt die Pläne der Reichen zu durchkreuzen. Tonee Jukeboxx steuert die Hook für das Comeback bei. Warum Comeback? Schon bevor Deutschrap vor wenigen Jahren die “Ero”-Welle erfasste, brachte Prinz Fero Straßenrap aus der Hansestadt. Als 17-Jähriger repräsentierte er Hamburg im Rahmen des legendären Thug Life-Formats “Meine Stadt”. Auch bei der Aggro-Reihe “Halt die Fresse” zeigte Prinz Fero seine Welt. Fast zehn Jahre später geht er das Ganze zumindest im Video entspannter an. Was sich kaum verändert hat, ist Feros lyrische Herangehensweise. Die Reimtechnik bleibt “sehr gefragt und legendär”. Reichlich Kostproben liefert der zweite TuneCore-Artist auf einem Beat von ThizzBeatz.


Timmy the Kid – How Deep Is Your Love (prod. Grebush)

Timmy the Kid stellt sich die gleiche Frage, wie einst die Bee Gees: “How Deep Is Your Love”. Dabei tastet sich der vielseitig talentierte Artist gewohnt gefühlvoll und atmosphärisch an eine Antwort heran. Die RnB-Nummer, bei der Timmy the Kid erneut mit Grebush zusammengearbeitet hat, fährt neben den Bee Gees einige andere Anspielungen auf die Popkultur auf. Public Enemy wird unter anderem ganz locker in dem Tune untergebracht. Mehr Musik von Timmy the Kid ist auf dem Weg. Zur “Sakura EP”, die im Frühjahr droppen soll, wurden bereits im Vorfeld zwei Singles ausgekoppelt. “Halle Berry” und “Rubin” zeigen weitere Facetten aus dem Kosmos des Dortmunder Künstlers.

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