[Hinweis: Dieser Blogbeitrag wurde von Björn Spingorum geschrieben. Björn Springorum (33) arbeitet als Buchautor und freier Musikjournalist in Stuttgart. Neben Tunecore schreibt er unter anderem für den Metal Hammer, Classic Rock, piranha, Orkus!, LIFT und verschiedene Tageszeitungen, bekommt also Monat für Monat stapelweise Musikmaterial zwischen Rock, Indie, Metal, Pop und Folk auf den Tisch oder in den Posteingang. Er ist bekennender Tresensteher bei Konzerten.]

 

Musikmachen ist ein fortwährender Prozess. Niemand ist als Genie geboren, selbst diejenigen, die gut an ihrem Instrument oder in ihrem technischen Verständnis sind, wollen sich stetig verbessern. Ihre Kunst mehr und mehr perfektionieren. Dafür gibt es allein in Deutschland eine schier unüberschaubare Anzahl an Akademien, Instituten, Musikschulen und staatlichen Hochschulen – mit dem Resultat, dass die Damen und Herren Musiker oftmals den Song vor lauter Tönen gar nicht sehen. TuneCore stellt sechs renommierte, anerkannte und wichtige Music Schools vor. Für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Für Neulinge. Für alte Hasen. Für alle eben, für die Musik Berufung und Beruf, wichtigstes Hobby und größte Leidenschaft, kurz: Bestimmung ist.

Abbey Road Institute

screen-shot-2016-11-14-at-2-34-44-pmDer Platzhirsch mal vorweg – zumindest was den Namen angeht. Abbey Road, da denken natürlich alle an die legendären Londoner Studios, in denen die Beatles oder Pink Floyd die Geschichte der Rock-Musik neu geschrieben haben. Unter dem Namen Abbey Road Institute verbirgt sich der Ausbildungsarm der wohl berühmtesten Studios der Welt, entsprechend hochrangig gestaltet sich auch das Lehrangebot. Renommierte Fachkräfte des Studios bilden in den drei Hauptbereichen „Music Theory and Production“, „Sound Engineering and Acoustics“ und „Management and Business“ aus, das nötige Rüstzeug für eine Karriere hinter den Reglern ist danach vorprogrammiert. Gelernt wird seit Oktober 2015 an den Instituten in Berlin und Frankfurt in kleinen Gruppen und nach neuesten Lehrmethoden, geübt natürlich in den instituteigenen Tonstudios. 48 Wochen später gehen sie dann aus dem Institut hervor, die Tonmeisterinnen und -meister von morgen.

Popakademie

Die wohl bekannteste und renommierteste musikalische Talentschmiede des Landes empfängt seit 2003 Studierende aus aller Welt. 376 Studenten teilen sich hier auf drei Bachelor- und zwei Masterstudiengänge, gelehrt wird in Popmusikdesign, Weltmusik (einzigartig in Deutschland),

screen-shot-2016-11-14-at-2-35-07-pmPopular Music, Musikbusiness und Music and Creative Industries. Die 150 überwiegend privaten Dozenten stammen aus allen Bereichen der musikalischen Kreativwirtschaft und sind nicht selten Koryphäen oder bedeutende Persönlichkeiten ihres Fachgebiets. Zu den großen Erfolgen der Popakademie zählen die Mitwirkung von Absolventen an Nummer-eins-Alben von Casper, Cro oder Tim Bendzko, viele weitere haben sich überdies einen Namen als Manager oder Produzenten gemacht. Das Kompetenzzentrum der Akademie tut ihr Übrigens, um die Vernetzung zu perfektionieren.

BIMM

screen-shot-2016-11-14-at-2-35-33-pmEs gibt „Noisy rooms“ und einen Privatclub, ein Songwriting Studio, Proberäume, den Live Performance Space sowie eigene Bereiche für Gesang oder Gitarre. Klingt wie der wahrgewordene Traum eines jeden Musikers? Ist es auch, ist es auch: Mitten in Berlin, Deutschlands ikonischer Musikmetropole schlechthin, warten am BIMM Institute Kurse darauf, absolviert zu werden und Abschlüsse darauf, gemacht zu werden. Wir meinen, wenn sich selbst The-Who-Legende Roger Daltrey euphorisch über die BIMM-Laufbahn äußerst, dann muss an diesem speziellen und maßgeschneiderten Programm für die Helden von morgen schon eine Menge dran sein. Unterrichtet werden Gitarre, Bass-Gitarre, Schlagzeug, Gesang, Songwriting, Musikproduktion und Musik-Business, allesamt anerkannt von der University of West London und regelmäßig von hochrangigen Gastdozenten verfeinert. In Berlin versteht man eben was von Musik, das wussten ja auch schon David Bowie, U2 oder Nick Cave. Und damit alles fein abgerundet wird, lockt ein Austausch mit dem BIMM-Zwilling in London.

Music Academy

Alter spielt keine Rolle: An den über ganz Deutschland verteilten Niederlassungen der Music Academy gibt es für Kinder ab zwei Jahren die Möglichkeit, ihre musikalischen Neigungen, Vorlieben und Talente zu erkennen, zu schärfen und zum Glänzen zu bringen. Zur Auswscreen-shot-2016-11-14-at-2-37-08-pmahl stehen alle gängigen Instrumente der Rock-, Jazz und Popmusik inklusive Gesang, nach einer kostenlosen Probestunde kann überall in Deutschland ohne Wartezeiten direkt mit dem Unterricht begonnen werden. Ein ziemlich revolutionäres neues Konzept, das die reichlich angestaubte klassische Musikschule ersetzt und auf Selbstbestimmung setzt anstatt auf rigide Lehrpläne. 17 Standorte gibt es aktuell, drei weitere sind in Planung. Allen gemein ist die lockere und herzliche Stimmung sowie die clevere Kombination aus Einzel-, Gruppen- und Ensembleunterricht. Danach steht einem Hochschulstudium nichts mehr im Weg!

RPJAM

screen-shot-2016-11-14-at-2-37-25-pmEs ist schon was anderes, wenn dein Dozent in einer weltweit erfolgreichen Rock-Band spielt, um die Globus tourt und dir zwischendrin wichtige Inhalte über das Leben und Überleben im Musikbusiness vermittelt. An der RPJAM (Rock Pop Jazz Akademie Mittelhessen) gehört das neben vielen anderen Besonderheiten aber tatsächlich irgendwie zum Alltag der Studierenden. Von Gitarre über Saxofon bis hin zu Musikrecht reicht das in Grund- und Hauptstudium aufgeteilte Angebot, ihr Wissen teilen hier in Gießen unter anderem Laith Al-Deens Gitarrist Ole Rauch oder Pitti Hecht, der schon für die Scorpions getrommelt hat. Geballtes Fachwissen also, noch dazu mit der Möglichkeit, die einjährige Variante zu wählen. Das richtet sich vor allem an all diejenigen, die (noch) nicht die Zeit für ein Vollzeitstudium haben oder erst mal reinschnuppern wollen, um dieser Weg der richtige für sie ist. Aber Hand auf’s Herz: Das ist er doch eh.

Akademie Deutsche POP

13 Standorte beschallt sie schon, die Akademie Deutsche POP. Ihr Ziel: So flexibel wie nur möglich, so effizient wie nur möglich, so professionell wie nur möglich zu sein. Dafür sorgt zum einen die Wahl, das Studium entweder berufsbegleitend oder in screen-shot-2016-11-14-at-2-37-49-pmVollzeit anzutreten, und die biegsame Alltagsgestaltung durch verschiedene kombinierbare Module. Zugpferd ist natürlich die Musik als solche, darüber hinaus können sich Studierende zwischen Marketing und Management, Acting und Gesang, Games, Filme und Fotografie, Design oder Fitness entscheiden. Popkultur galore eben, um nichts anderes geht’s an der Akademie Deutsche POP. Über 35 Ausbildungsgänge, mehr als 50 Einzelkurse, erstklassige und ziemlich exklusive Dozenten, spannende Events das ganze Jahr über, praxisnaher Unterricht und und und… ja, so sollte der Einstieg in die Musik- und Medienbranche idealerweise aussehen.

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